Angebote zu "Jordan" (11 Treffer)

Kategorien

Shops

Therapeutisierung der Erziehungsberatung? Veror...
49,98 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Erziehungsberatung stellt seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (1990/1991) ein etabliertes, niedrigschwelliges und familienunterstützendes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe dar. Da die Kinder- und Jugendhilfe vor allem "fachtheoretisch [...] veranstaltete Sozialpädagogik" (Jordan et al.) ist und sich an ihren fachlichen Einflüssen orientiert, kann sie als sozialpädagogisch-orientiert klassifiziert werden.Bei näherer Betrachtung der EB zeichnet sich jedoch eine deutliche psychologische und therapeutische Orientierung ab. So steht die EB - wie Körner und Hensen formulieren - zwischen den sozialpädagogischen Anforderungen einer modernen Jugendhilfepraxis und den (teilweise historisch) formulierten Ansprüchen einer subjektzentrierten psychologischen Beratungsleistung.Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Studie die Frage welchen primären Auftrag die EB im Spannungsfeld sozialpädagogischer und (psycho-)therapeutischer Orientierungen aus der Perspektive der professionell Handelnden hat. Dazu werden problemzentrierte-qualitative Interviews mit Fachkräften aus EB-Stellen durchgeführt, um so deren subjektiven Wahrnehmungs-, Einstellungs-, und Begründungsmuster zu erhalten. Ziel ist, mithilfe der Aussagen von EB-Berater_innen eine explorativ angelegte Antwort auf das vorgestellte Problem zu bekommen und diese mit Blick auf die theoretischen Wissensbestände und zukünftigen Entwicklungsperspektiven der EB zu interpretieren. Es konnten spannende Erkenntnisse generiert und kontextualisiert werden.

Anbieter: Dodax
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Multiperspektivische Fallarbeit in der Hilfepla...
15,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: gut, University of Sheffield, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 11. Mai 1990 stimmte der Bundesrat dem 'Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts' zu. Nach etwa 30 Jahren Reformbestrebungen wurde damit das Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG), welches auf dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (RJWG) von 1922 basierte, durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) abgelöst (vgl. Jordan/Sengling 2000, S. 67). Das KJHG trat am 1. Januar 1991 (in den neuen Bundesländern bereits am 3. Oktober 1990) in Kraft. Die Jugendhilfe erhielt durch das KJHG nun eine zeitgemässe rechtliche Grundlage. 'Schon für den Beginn der neueren Reformdiskussion war bestimmend, dass das Gesetz für Jugendwohlfahrt (JWG) in weiten Teilen den Anforderungen an einen leistungsorientierte Jugendhilfe nicht mehr gerecht wurde' (Jordan/Sengling 2000, S. 67). Durch die Entwicklungen in der Gesellschaft und die damit verbundenen veränderten Sozialisationsbedingungen sind viele neue Anforderungen an die Jugendhilfe entstanden. Diesen Anforderungen konnte das JWG nicht mehr ausreichend begegnen. Im Gegensatz zum KJHG war das JWG eher eingriffs-, kontroll- und ordnungsrechtlich orientiert (vgl. Verband katholischer Einrichtungen... 1995, S. 13). Das als Leistungsrecht konzipierte KJHG versucht so weit wie mögliche auf Eingriffsmassnahmen zu verzichten. Die Jugendhilfe soll also nicht in die Erziehung in der Familie eingreifen, sondern sie soll die Erziehung in der Familie unterstützen und gegebenenfalls ergänzen. Sowohl die Familie als vorrangiger Erziehungsraum, als auch die Selbstverantwortung der Personensorgeberechtigten, sollen durch das KJHG gestärkt werden. Das bedeutet auch, dass sowohl die Familien und die betroffenen Kinder und Jugendlichen als auch ihr soziales Umfeld in den Hilfeprozess mit eingebunden werden sollen. An den grundlegenden Rechtspositionen der Leistungsberechtigten, wie dem Recht auf Schutz der Menschenwürde, dem Recht auf Autonomie und Selbstverantwortung und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung, orientieren sich die einzelnen Regelungen im KJHG (vgl. bmfsfj 1999, S. 22). Im KJHG werden daher bewusst abwertende Zuschreibungen, wie Verwahrlosung, Entwicklungsdefizite etc. vermieden (vgl. bmfsfj 1999, S. 23). Als pädagogische Leistungen definiert das KJHG die Erziehungshilfen, auf welche die Betroffenen einen Anspruch haben. [...]

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Erziehungsberatung zwischen sozialpädagogisch-o...
47,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die Erziehungsberatung stellt seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (1990/1991) ein etabliertes, niedrigschwelliges und familienunterstützendes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe, vorwiegend im Rahmen der Hilfen zur Erziehung, zur beratungsförmigen Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern dar. EB ist ein Jugendhilfe-Angebot und damit fester Bestandteil ihres Leistungsspektrums und ihrer fachlichen Ziele (ausgedrückt z.B. in 1 SGB VIII), Prinzipien und Orientierungen. Da die Kinder- und Jugendhilfe vor allem 'fachtheoretisch [...] veranstaltete Sozialpädagogik' (Jordan et al. 2012, S. 20) ist und sich an ihren fachlichen Einflüssen orientiert, kann sie - so der argumentative Ausgangspunkt - als sozialpädagogisch-orientiert klassifiziert werden. Bei näherer Betrachtung des Phänomens EB zeichnet sich jedoch eine deutliche psychologische und therapeutische Orientierung, die nicht zuletzt auch aus ihren historischen Wurzeln resultiert, ab. Die vielfache Favorisierung psychologisch-therapeutische Orientierungen und Methoden, sowie der ,therapeutische Trend' zeigt sich u.a. auch in der öffentlichen Darstellung vieler EB-Stellen. So steht die EB - wie Körner und Hensen (2008) formulieren - 'zwischen den sozialpädagogischen Anforderungen einer modernen Jugendhilfepraxis und den (teilweise historisch) formulierten Ansprüchen einer subjektzentrierten psychologischen Beratungsleistung (vgl. ebd., S. 10). Im Zentrum dieser Arbeit steht die empirische Bearbeitung des Themas ,Erziehungsberatung zwischen sozialpädagogisch-orientierter Kinder- und Jugendhilfe und (Psycho-)Therapeutisierung?' mithilfe problemzentrierter-qualitativer Interviews mit Fachkräften aus EB-Stellen. Das empirische Interesse richtet sich dabei vor allem auf die Wahrnehmungs-, Einstellungs-, und Begründungsmuster der interviewten Fachkräfte und deren subjektiven Wirklichkeitskonstruktionen hinsichtlich des dargestellten Problems. Konkret geht es um die Forschungsfrage: Welchen primären Auftrag hat die EB im Spannungsfeld sozialpädagogischer und (psycho-)therapeutischer Orientierungen aus der Perspektive der professionell Handelnden? Ziel ist, mithilfe der Aussagen von EB-Berater_innen eine explorativ angelegte Antwort auf das vorgestellte Problem zu bekommen und diese mit Blick auf die theoretischen Wissensbestände und zukünftigen Entwicklungsperspektiven der EB zu interpretieren. Es konnten spannende Erkenntnisse generiert und kontextualisiert werden!

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Veränderungen des Familiensystems bei Aufnahme ...
88,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Inhaltsangabe:Einleitung: Die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien und Einrichtungen der Heimerziehung ist ¿neben der Adoption die bedeutsamste Möglichkeit der Jugendhilfe zur Sicherung der Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen aus prekären (kindeswohlgefährdenden) familiären Situationen¿ (Jordan 2001). In den vergangenen Jahrzehnten ging die Entwicklung im Pflegekinderbereich hin zu einer Aufwertung und zu einem Ausbau der Familienpflege. Die wurde auch durch die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) von 1991 zum Ausdruck gebracht. Die Anzahl der in Heimen untergebrachten Kinder sollte reduziert werden. Ausgelöst wurde dieser Trend durch die sogenannten ¿Heimkampagnen¿ Anfang der 70er Jahre. ¿Die Zustände in den Heimen [wurden] öffentlich gemacht und die Pflegefamilien als pädagogische Alternative der Fremderziehung wiederentdeckt¿ (Handbuch für Pflege- und Adoptiveltern 1993). Die Studentenbewegung und die sich anschliessenden ¿gesellschaftlichen Reformprozesse¿ machte die für die Jugendhilfe Verantwortlichen ¿sensibler für kindliche Bedürfnisse¿, ¿gesellschaftliche Unterdrückung¿ und verlangte ¿schliesslich auch nach einer Reform des sozialpädagogischen Institutionssystems und der sozialpädagogischen Ausbildung. Das Pflegekinderwesen erreichte alles dies vor allem über den Tatbestand, dass die Heimerziehung schrecklich teuer wurde¿ (Blandow 2001). Mit der Aufwertung der Pflegekinderarbeit durch die Spezialisierung innerhalb der Jugendämter (Schaffung von Pflegekinderdiensten) und durch Professionalisierung potentieller Pflegeeltern (Schulungen und gezielte Informationen) ¿ sind die Zahlen für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in institutionellen Einrichtungen in den letzten 30 Jahren zurückgegangen, die Anzahl der Pflegestellen gestiegen. Insgesamt aber ist die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen ausserhalb der eigenen Familie rückläufig. Ausgelöst durch die Anti-Heimkampagnen sanken in den 80¿er Jahren die Zahlen der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und sonstigen Einrichtungen der Jugendhilfe. Die Anzahl der Pflegestellen konnte im selben Zeitraum fast verdoppelt werden. In den letzten zwanzig Jahren sanken sowohl die Zahlen für die Heimunterbringung als auch die der Pflegestellen. Laut Statistischem Bundesamt waren Ende 2000 insgesamt 49.000 junge Menschen bis 26 Jahre in einer Pflegefamilie untergebracht. 80 % der Pflegekinder lebten in [...]

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Therapeutisierung der Erziehungsberatung? Veror...
55,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die Erziehungsberatung stellt seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (1990/1991) ein etabliertes, niedrigschwelliges und familienunterstützendes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe dar. Da die Kinder- und Jugendhilfe vor allem 'fachtheoretisch [...] veranstaltete Sozialpädagogik' (Jordan et al.) ist und sich an ihren fachlichen Einflüssen orientiert, kann sie als sozialpädagogisch-orientiert klassifiziert werden. Bei näherer Betrachtung der EB zeichnet sich jedoch eine deutliche psychologische und therapeutische Orientierung ab. So steht die EB - wie Körner und Hensen formulieren - zwischen den sozialpädagogischen Anforderungen einer modernen Jugendhilfepraxis und den (teilweise historisch) formulierten Ansprüchen einer subjektzentrierten psychologischen Beratungsleistung. Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Studie die Frage welchen primären Auftrag die EB im Spannungsfeld sozialpädagogischer und (psycho-)therapeutischer Orientierungen aus der Perspektive der professionell Handelnden hat. Dazu werden problemzentrierte-qualitative Interviews mit Fachkräften aus EB-Stellen durchgeführt, um so deren subjektiven Wahrnehmungs-, Einstellungs-, und Begründungsmuster zu erhalten. Ziel ist, mithilfe der Aussagen von EB-Berater_innen eine explorativ angelegte Antwort auf das vorgestellte Problem zu bekommen und diese mit Blick auf die theoretischen Wissensbestände und zukünftigen Entwicklungsperspektiven der EB zu interpretieren. Es konnten spannende Erkenntnisse generiert und kontextualisiert werden.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Kindeswohlgefährdung
20,60 € *
ggf. zzgl. Versand

9783779917687InhaltsverzeichnisEinleitung Allgemeine Regelungen zum erweiterten Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Reinhard Wiesner Die Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren für ihr Wohl durch das Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KICK) Erwin Jordan Kindeswohlgefährdung im Spektrum fachlicher Einschätzungen und rechtlicher Rahmenbedingungen Sigrid Bathke Vereinbarungen als Basis für Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe Johannes Münder Vereinbarung zwischen den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und den Trägern von Einrichtungen und Diensten nach 8a SGB VIII Thomas Meysen Kooperation beim Schutzauftrag und Datenschutz - alles rechtens? Heinz Kindler und Susanna Lillig Der Schutzauftrag der Jugendhilfe unter besonderer Berücksichtigung von Gegenstand und Verfahren zur Risikoeinschätzung Reinhold Schone Die Sicherung des Kindeswohls im Spannungsfeld von Prävention und Schutzauftrag. Neue Herausforderungen für die Kooperation von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe Konsequenzen und Herausforderungen für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe Heinz-Hermann Werner Die besondere Situation des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung Klaus Menne Kindesschutz in der Beratung Doris Beneke Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung. Fachliche Herausforderungen für freie Träger und deren Fachkräfte. Peter Büttner Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung aus Sicht eines Trägers von Hilfen zur Erziehung Norbert Struck Der Schutzauftrag für die Träger von Erziehungshilfen. Ausgestaltung und Inhalt von Vereinbarungen Ulrich Deinet Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung - Kinder- und Jugendarbeit Autorinnen und Autoren

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Veränderungen des Familiensystems bei Aufnahme ...
74,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Inhaltsangabe:Einleitung: Die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien und Einrichtungen der Heimerziehung ist ¿neben der Adoption die bedeutsamste Möglichkeit der Jugendhilfe zur Sicherung der Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen aus prekären (kindeswohlgefährdenden) familiären Situationen¿ (Jordan 2001). In den vergangenen Jahrzehnten ging die Entwicklung im Pflegekinderbereich hin zu einer Aufwertung und zu einem Ausbau der Familienpflege. Die wurde auch durch die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) von 1991 zum Ausdruck gebracht. Die Anzahl der in Heimen untergebrachten Kinder sollte reduziert werden. Ausgelöst wurde dieser Trend durch die sogenannten ¿Heimkampagnen¿ Anfang der 70er Jahre. ¿Die Zustände in den Heimen [wurden] öffentlich gemacht und die Pflegefamilien als pädagogische Alternative der Fremderziehung wiederentdeckt¿ (Handbuch für Pflege- und Adoptiveltern 1993). Die Studentenbewegung und die sich anschließenden ¿gesellschaftlichen Reformprozesse¿ machte die für die Jugendhilfe Verantwortlichen ¿sensibler für kindliche Bedürfnisse¿, ¿gesellschaftliche Unterdrückung¿ und verlangte ¿schließlich auch nach einer Reform des sozialpädagogischen Institutionssystems und der sozialpädagogischen Ausbildung. Das Pflegekinderwesen erreichte alles dies vor allem über den Tatbestand, dass die Heimerziehung schrecklich teuer wurde¿ (Blandow 2001). Mit der Aufwertung der Pflegekinderarbeit durch die Spezialisierung innerhalb der Jugendämter (Schaffung von Pflegekinderdiensten) und durch Professionalisierung potentieller Pflegeeltern (Schulungen und gezielte Informationen) ¿ sind die Zahlen für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in institutionellen Einrichtungen in den letzten 30 Jahren zurückgegangen, die Anzahl der Pflegestellen gestiegen. Insgesamt aber ist die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der eigenen Familie rückläufig. Ausgelöst durch die Anti-Heimkampagnen sanken in den 80¿er Jahren die Zahlen der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und sonstigen Einrichtungen der Jugendhilfe. Die Anzahl der Pflegestellen konnte im selben Zeitraum fast verdoppelt werden. In den letzten zwanzig Jahren sanken sowohl die Zahlen für die Heimunterbringung als auch die der Pflegestellen. Laut Statistischem Bundesamt waren Ende 2000 insgesamt 49.000 junge Menschen bis 26 Jahre in einer Pflegefamilie untergebracht. 80 % der Pflegekinder lebten in [...]

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Multiperspektivische Fallarbeit in der Hilfepla...
12,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: gut, University of Sheffield, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 11. Mai 1990 stimmte der Bundesrat dem 'Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts' zu. Nach etwa 30 Jahren Reformbestrebungen wurde damit das Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG), welches auf dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (RJWG) von 1922 basierte, durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) abgelöst (vgl. Jordan/Sengling 2000, S. 67). Das KJHG trat am 1. Januar 1991 (in den neuen Bundesländern bereits am 3. Oktober 1990) in Kraft. Die Jugendhilfe erhielt durch das KJHG nun eine zeitgemäße rechtliche Grundlage. 'Schon für den Beginn der neueren Reformdiskussion war bestimmend, dass das Gesetz für Jugendwohlfahrt (JWG) in weiten Teilen den Anforderungen an einen leistungsorientierte Jugendhilfe nicht mehr gerecht wurde' (Jordan/Sengling 2000, S. 67). Durch die Entwicklungen in der Gesellschaft und die damit verbundenen veränderten Sozialisationsbedingungen sind viele neue Anforderungen an die Jugendhilfe entstanden. Diesen Anforderungen konnte das JWG nicht mehr ausreichend begegnen. Im Gegensatz zum KJHG war das JWG eher eingriffs-, kontroll- und ordnungsrechtlich orientiert (vgl. Verband katholischer Einrichtungen... 1995, S. 13). Das als Leistungsrecht konzipierte KJHG versucht so weit wie mögliche auf Eingriffsmaßnahmen zu verzichten. Die Jugendhilfe soll also nicht in die Erziehung in der Familie eingreifen, sondern sie soll die Erziehung in der Familie unterstützen und gegebenenfalls ergänzen. Sowohl die Familie als vorrangiger Erziehungsraum, als auch die Selbstverantwortung der Personensorgeberechtigten, sollen durch das KJHG gestärkt werden. Das bedeutet auch, dass sowohl die Familien und die betroffenen Kinder und Jugendlichen als auch ihr soziales Umfeld in den Hilfeprozess mit eingebunden werden sollen. An den grundlegenden Rechtspositionen der Leistungsberechtigten, wie dem Recht auf Schutz der Menschenwürde, dem Recht auf Autonomie und Selbstverantwortung und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung, orientieren sich die einzelnen Regelungen im KJHG (vgl. bmfsfj 1999, S. 22). Im KJHG werden daher bewusst abwertende Zuschreibungen, wie Verwahrlosung, Entwicklungsdefizite etc. vermieden (vgl. bmfsfj 1999, S. 23). Als pädagogische Leistungen definiert das KJHG die Erziehungshilfen, auf welche die Betroffenen einen Anspruch haben. [...]

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot
Therapeutisierung der Erziehungsberatung? Veror...
39,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Erziehungsberatung stellt seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (1990/1991) ein etabliertes, niedrigschwelliges und familienunterstützendes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe dar. Da die Kinder- und Jugendhilfe vor allem 'fachtheoretisch [...] veranstaltete Sozialpädagogik' (Jordan et al.) ist und sich an ihren fachlichen Einflüssen orientiert, kann sie als sozialpädagogisch-orientiert klassifiziert werden. Bei näherer Betrachtung der EB zeichnet sich jedoch eine deutliche psychologische und therapeutische Orientierung ab. So steht die EB - wie Körner und Hensen formulieren - zwischen den sozialpädagogischen Anforderungen einer modernen Jugendhilfepraxis und den (teilweise historisch) formulierten Ansprüchen einer subjektzentrierten psychologischen Beratungsleistung. Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Studie die Frage welchen primären Auftrag die EB im Spannungsfeld sozialpädagogischer und (psycho-)therapeutischer Orientierungen aus der Perspektive der professionell Handelnden hat. Dazu werden problemzentrierte-qualitative Interviews mit Fachkräften aus EB-Stellen durchgeführt, um so deren subjektiven Wahrnehmungs-, Einstellungs-, und Begründungsmuster zu erhalten. Ziel ist, mithilfe der Aussagen von EB-Berater_innen eine explorativ angelegte Antwort auf das vorgestellte Problem zu bekommen und diese mit Blick auf die theoretischen Wissensbestände und zukünftigen Entwicklungsperspektiven der EB zu interpretieren. Es konnten spannende Erkenntnisse generiert und kontextualisiert werden.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.10.2020
Zum Angebot